WERKZEUG- & VORRICHTUNGSBAU

Spannvorrichtungen
/ Fräsvorrichtungen

Nach dem Prozess der Formgebung sind Spannvorrichtungen / Fräsvorrichtungen ein essenzieller Bestandteil der automatisierten Fräsbearbeitung mittels CNC-Maschine. Die Vorrichtung entspricht der Bauteilgeometrie und hält das zu bearbeitende Teil meist mittels Vakuum.

UNSER PORTFOLIO

Drei Wege zur perfekten Spannvorrichtung

Vom individuell gefertigten Hardtool bis zur frei konfigurierbaren Universal-Spannvorrichtung

01
Toleranzen bis ±0,05 mm im Serienprozess
Composite- und Sondermaschinenbau
Direkter Einsatz bei OEMs (Airbus, Boeing)
Vom Prototyp bis zur seriennahen Produktion
02
Robotik & Fertigungssystem-Integration
Durchschnittliche Projektlaufzeit: 12 Monate
CE-konforme Inbetriebnahme aus einer Hand
Machbarkeitsstudie bis Serienbetrieb
03
Fertigungsgerechtes Design ab Tag 1
25+ Jahre Composite-Erfahrung
Weniger Iterationen, schnellere Freigaben
Risikominimierte industrielle Umsetzung
ENTSCHEIDUNGSHILFE

Vergleich
konventionell vs. universell

Wir liefern in regulierte und ungeregelte Branchen — die Methodik bleibt gleich: rückverfolgbare Konstruktion, validierte Fertigung, dokumentierte Übergabe.

N°01

Bauteilpositonierung

Die Genaue Positionierung der Bauteile auf der Vorrichtung ist äußerst wichtig für die Qualität der Bearbeitung. Meist sind Features auf dem Bauteil angebracht (Bohrungen, Vertiefungen, genaue Anschläge...) die dann ihr Gegenstück auf der Vorrichtung finden.

  • KONVENTIONELL
    — Einfache Positionierung
    — Positionierungselement integraler Bestandteil der Vorrichtung
    — Hohe Wiederholgenauigkeit

  • UNIVERSELL
    + Positionierung ist eine besondere Herausforderung
    + Saugerpositionen eignen sich nur begrenzt, da sie an fixen Rasterpunkten sind
    + Hilfselemente wie einstellbare Adapter oder Tools sind nötig
    + Ausnahme: MICADO OCTOPUS mit Individaulapositionen
N°02

Fräsqualität

Die Fräsqualität hat sehr viele Einflussfaktoren. Vorranging sind Maschine und Fräswerkzeug sowie die verwendeten Schnittparameter entscheiden. Trotzdem hat auch die Spannvorrichtung einen nicht unerheblichen Einfluss.

  • KONVENTIONELL
    — Höchste Bearbeitungsgeschwindigkeiten möglich
    — Großflächige Aufspannung verhindert Vibration & Verformung
    — Spannfläche nahe an der Fräskante erforderlich
    — Auch Überstand muss mitgespannt werden

  • UNIVERSELL
    + Vorrichtung stark prozessrelevant
    + Wenige Spannpunkte / kleine Auflagefläche
    + Risiko von Verformung & Vibration
    + Rückfedern bei Bohrungen und Vibrationen führen zu Rattermarken oder Delaminationen
    + Enge Abstimmung von Vorrichtung & Fräsparametern ist für einen gtuen und stabilen Prozess notwendig
N°03

Nettofräszeiten / Produktionsrate

Als Nettofräszeiten werden die Zeiten eines gesamten Nachbearbeitungsprozesses von Faserverbundbauteilen genannt, in denen die Fräsmaschine in spanendem Eingriff ist. Zu beachten ist hier, dass vor allem in der Luftfahrtindustrie meist mit Losgröße 1 gearbeitet wird. Dies bedeutet, nie zwei gleiche Teile nacheinander befräst werden sondern immer in Shipsets gedacht wird. Ein Shipset beinhaltet alle Bauteile, die später für die Montage einer Baugruppe benötigt werden.

  • KONVENTIONELL
    — Niedrige Nettofräszeiten durch häufiges Umrüsten
    — Zwei-Arbeitsbereiche innerhalb der Fräsmaschine reduzieren Standzeiten
    — Alternativ können Palettensysteme für externes Rüsten zum Einsatz kommen

  • UNIVERSELL
    + Kein Vorrichtungswechsel nötig - nur automatische “Umkonfiguration”
    + Konfigurationsdauer: wenige Sekunden bis ca. 20 Minuten (konzeptabhängig)
    + Kein Handling schwerer Vorrichtungen nötig
    + Kein Verbrauch von Lagerfläche
N°04

Produktionsrisiko

Eine hohe Verfügbarkeit der Vorrichtung ist Voraussetzung für eine sichere Produktionsplanung. Dies ist stark von Komplexität und Qualität der Ausführung abhängig.

  • KONVENTIONELL
    — Geringes Risiko für Produktionsausfall da individuelle Vorrichtungen für jedes Bauteil vorhanden sind
    — Reparatur und Wartung oft intern möglich
    — Hohe Wiederholgenauigkeit

  • UNIVERSELL
    + Ausfallrisiko abhängig von Komplexität & Qualität
    + Viele Servomotoren = hohes Risiko
    + Passive Systeme sind deutlich ausfallsicherer
    + Ersatzteilbevorratung dringend empfohlen
    + Schnelle Reaktion bei Stillstand notwendig
N°05

Kosten

Kosten trennen sich in Investitions- und Betriebskosten auf. Erst die Betrachtung über eine bestimmte Lebensdauer lässt einen validen Vergleich zu.

  • KONVENTIONELL
    — Höhere Anschaffungskosten / Bauteil  
    — Zusätzliche Kosten durch Lagerhaltung
    — Manipulation und Handling erhöhen Aufwand

  • UNIVERSELL
    + Meist geringere Anschaffungskosten je Bauteil vor allem bei großen Teilen
    + Geringe Lagerkosten
    + Deutlich beschleunigter Prozess

Fazit

Konventionelle Vorrichtungen sind dann unverzichtbar, wenn der Bearbeitungsprozess eine nahezu vollflächige Aufspannung erfordert und / oder die zu spannenden Geometrien sehr komplex sind.​

Sofern dies jedoch nicht der Fall ist, können universelle Vorrichtungen essenzielle Vorteile bringen und die Wettbewerbsfähigkeit des produzierenden Unternehmens deutlich stärken!
Im EINSATZ bei
Tier-1-Zulieferern und OEMs
„Jedes Unternehmen hat individuelle Anforderungen und Prozesse. Gemeinsam mit Ihren Spezialisten finden wir die perfekte Lösung."

Ing. Markus Rath

Leiter Werkzeug- & Vorrichtungsbau
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